Wichtiger Sieg gegen Tabellenletzten
Trainereffekt bei Kärnten ausgeblieben
Horr-Stadion, 7.512 Zuschauer, SR Studer (SUI)
Torfolge:
FK Austria Wien: Safar - Standfest (45. Krammer), Dragovic, Ortlechner, Suttner - Klein, Baumgartlinger, Liendl, Sulimani (68. Vorisek) - Junuzovic - Diabang (79. Schumacher)
SK Austria Kelag Kärnten: Weber - Riedl, Hiden, Zivny, Prawda - Hinum, Blanchard, Schembri (52. Hierländer), Kaufmann (59. Sand) - Dollinger (81. Pink) - Mair
Platz 3 etwas gefestigt
Salzburg, Sturm, Rapid unentschieden
Die Wiener Austria gewinnt gegen Austria Kärnten das letzte Bundesliga-Heimspiel vor der Winterpause mit 1:0. Nach einer Flut von Torchancen für Zlatko Junuzovic, Florian Klein oder „Momo" Diabang traf Emin Sulimani zehn Minuten vor der Pause zur längst fälligen Führung. In Hälfte zwei hatte unter anderem Thomas Krammer den zweiten Treffer auf dem Fuß, Tor gelang aber keines mehr.
© Fritz Duras, Austria 80
Gut eine Viertelstunde dauerte eine Abtastphase zu Beginn. Die Veilchen waren zwar tonangebend, die erste große Möglichkeit für Violett gab es aber erst in Minute 24: Zlatko Junuzovic zog nach einem Diabang-Zuspiel aus 20 Metern ab, doch Kärnten-Schlussmann Heinz Weber lenkte den Ball mit den Fingerspitzen gerade noch ins Torout ab.
Gleich mit der nächsten Aktion setzten die Veilchen nach. Michael Liendl und Joachim Standfest verluden den Gegner, Standfest brachte einen Stanglpass zur Mitte, Florian Klein spitzelte das Leder aber leider um Haaresbreite am langen Eck vorbei (26.).
Der Druck der Daxbacher-Elf wurde immer größer. Eine halbe Stunde war gespielt, da stürmte „Momo" Diabang alleine auf das gegnerische Tor zu, konnte aber von Martin Hiden in letzter Sekunde noch gestört werden. Fünf Minuten später wurde der Dauerdruck endlich von Erfolg gekrönt. Michael Liendl hatte das Auge für den freistehenden Emin Sulimani auf der linken Seite. Dieser zog in den Strafraum, verlud Thomas Riedl im direkten Duell und schloss unhaltbar ins lange Eck zum 1:0 ab (35.).
© Fritz Duras, Austria 80
Fazit der ersten Hälfte: Die Wiener Austria war auch in Abwesenheit des erkrankten Spielmachers Milenko Acimovic drückend überlegen, erarbeitete sich Chance um Chance und ging durch den Treffer von Sulimani mehr als verdient in Führung. Kärnten wirkte unter seinem neuen Coach Joze Prelugar zwar sehr bemüht, die spielerischen Mittel um wirklich gefährlich zu werden, fehlten aber über weite Strecken.
Fast symptomatisch für die Klagenfurter war nach Wiederanpfiff ein Schuss vom violetten Ex-Kapitän Jocelyn Blanchard, der aus 30 Metern satt abzog, aber das Tor klar verfehlte. Sein Pendant bei der Austria, Julian Baumgartlinger, lieferte dagegen eine starke Partie ab. Der Jung-Teamspieler rechtfertigte, dass er an diesem Abend gegenüber Matthias Hattenberger den Vorzug erhalten hatte, rackerte unermüdlich im Mittelfeld und gewann nicht weniger als 76 Prozent seiner Zweikämpfe!
© Fritz Duras, Austria 80
In Minute 71 lag den Zuschauern der Torschrei wieder auf den Lippen, als der eingewechselte Thomas Krammer nach schönem Junuzovic-Pass die Kärntner-Abwehr sprichwörtlich stehen ließ und alleine auf das Tor von Heinz Weber zulief. Als er bereits am Tormann vorbei war, legte er sich den Ball aber leider etwas zu weit vor und vergab die mögliche Vorentscheidung.
Kärnten warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, Tor gelang aber keines mehr, da sich bei der gefährlichsten Szene der Gäste "Michi" Liendl zwei Mal auf der Linie auszeichnen konnte.
Schlussendlich siegte die Wiener Austria nach über 60 % Ballbesitz und 21 Torschüssen verdient. Da Sturm Graz beim LASK über ein 2:2 nicht hinaus kam, liegen die Steirer bereits 4 Punkte hinter der Austria, die nun vor dem Sonntagsspiel wieder auf 2 Punkte an die Tabellenführer Salzburg und Rapid heran gekommen ist.






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